Was die Mächtigen der Welt von Diepholz lernen können

„Wo man singt, da lass Dich nieder. Böse Menschen haben keine Lieder.“ Eine Volksweisheit - jetzt bestätigt in Diepholz. Das traditionelle Sommerkonzert kürzlich war eine Lehrstunde für Machthaber und für uns Menschen insgesamt. Rund 90 Minuten, während der Sänger und Solistinnen aus der Ukraine und aus Russland gemeinsam Musik gemacht haben in der katholischen Christus Königskirche. Oder solche, die sowohl in Russland als auch in der Ukraine gelebt haben zusammen mit Männern, Frauen und Kindern, die an der Hunte geboren sind.

Ein buntes Konzert, während dessen man als Zuhörer Menschen wie Wladimir Putin, Donald Trump und anderen Despoten wünscht, sich in den Chor einzureihen. Um zusammen Wunderbares hervorzubringen, statt Angst zu verbreiten und zu zerstören. Wo sie einmal auf ihre Sangeskollegen hören, sich auf die Noten konzentrieren müssten und darauf, gemeinsam Wohlklingendes aus sich heraus zu locken.

So wie der Solosänger Artem Holovko, der nach seinen Einzelauftritten wieder zurücktritt und sich als normaler Sänger in den Chor einreiht. Oder wenn Martje Portmann und Svitlana Savchenko an Klavier und Violine ihre je eigenen musikalischen Höhen erobern und sich in "Ungarischer Tanz Nr. 1" letztlich doch immer von der gleichen Melodie führen lassen, dann ist das das Gegenteil von Gleichmacherei, Gleichschaltung wie sie derzeit versucht werden in Ungarn, Georgien oder den USA.

Wenn Sofiia Gurenko in der „Nocturne Nr. 20 in cis-Moll“ laute und leise Klänge hervorbringt und geschätzte 200 Gäste dem letzten Ton hinterherlauschen und warten, bis auch er in dem kleinen Gotteshaus mit seinen bunten Fenstern verhallt ist. 

Die Augenblicke, in welchen in Diepholz den Zuhörenden der Blick auf die faszinierende russische Kunst in "Drei russischen Liedern" (wieder) ermöglicht wird, sind Vorbild für die Welt. In einem Konzert, das Kindern und jungen Talenten die Chance bietet, zu entfalten, was in ihnen steckt, statt sie durch Sirenengeheule wieder und wieder in die Luftschutzkeller zu zwingen. 
Männerchor Diepholz und KlaviChor vor dem Auftritt (Foto: Wolfgang Schadel.)

In der Stadt an der Hunte, in der kurz vor der musikalischen Sommerpause ein buntes Programm geboten wird.  Okay, ob Udo Jürgens kurz nach Händel kommen muss, darüber kann man streiten. Aber, wenn 80-jährige Sänger mit notenverzierten schwarz-weißen Hosenträgern über schwarzem Hemd und Hose begeistert wippend den Komponisten zitieren: „Denn alles, was gut tut, tut gut“, dann muss auch der Händel-Jürgens-Spagat richtig sein. 
Fotos oben und unten: Wolfgang Schadel.

Vielleicht sollten Putin und Co. üben, vierhändig zu spielen, wie jetzt in Diepholz geschehen. Aber nicht, um zu zeigen, wie toll sie sind, sondern um andere dadurch zu erfreuen. „Eine Utopie das Ganze!“ mögen Sie sagen!? Ja, da haben Sie Recht! Aber: Man muss im Leben immer mit allem rechnen: auch mit dem Besten! Eine schöne Sommerzeit!  

Wo die kleinen PianistInnen wachsen können:
Klavierschule Monika Zilke, Lange Straße 45, 40356 Diepholz
Tel. Nr. 0541 / 9753933
E-Mail monikazilke@protonmail.com.
Bericht: Dietmar Kattinger/Om-medien.de
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