Neue Musikzeitung
Ausgabe Oktober 2020

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Pandemiegerechte Landesdelegiertenversammlung durchgeführt

Ehrenamtliche Arbeit kann mehr anerkannte Teamarbeit sein

Hannover. Die wichtige Landesdelegiertenversammlung 2020 konnte unter den erforderlichen Pandemie-Hygieneregeln Anfang September durchgeführt werden.

Dank des ehrenamtlichen amtierenden Landesvorstandes, der mit wesentlicher Unterstützung des erweiterten Vorstandes und weiterer sehr aktiver Mitglieder bereits ausgesprochen umfangreiche Informationsarbeit infolge der Pandemie für alle Mitglieder geleistet hatte, konnten dafür alle geforderten Voraussetzungen schaffen.

Die eigens dafür angemietete Kreuzkirche in Hannover bot ausreichend Platz. Obwohl darin frische Temperaturen herrschten und die Kirchenakkustik problematisch war: mit der notwendigen Disziplin und einer bereitgestellten Mikrofonanlage konnten die Redebeiträge verständlich übermittelt werden. Auch Getränke und ein kleiner Imbiss war entsprechende der Hygieneanforderungen ermöglicht worden.

Da ich selbst an der Beratung nicht teilnehmen konnte, erfuhr ich aus einigen Telefoninterviews (vielen Dank den Partnern) das Wichtigste, worüber ich hier berichten möchte.

Landesvorsitzende Friederike Leithner betonte, das es auch bei der ehrenamtlichen Tätigkeit darauf ankommt, sich um Teamarbeit zu bemühen sowie die Kommunikation zu festigen. Alle gültigen Spielregeln sind bis zur Aktualisierung der Satzung beizubehalten. Es war sehr zeitaufwändig, die Mitglieder fast wöchentlich über neue Informationen und Maßnahmen infolge der Pandemie zu informieren. Aber es sei dem Vorstand sehr wichtig gewesen, den Mitgliedern Möglichkeiten und Informationen für finanzielle Hilfen und hygienegerechtem Arbeiten anzubieten.

Julia Habiger-Prause, Stellvertr. Vorsitzende, äußerte sich: In der hygienegerechten Versammlung kam deutlich zum Ausdruck, das eine juristische Klärung zur Stabilisierung der Beziehungen zwischen Landesverband und Bezirksverbänden stattfinden muss. So soll zur Landesdelegiertenversammlung am 25.09.2021 eine juristische Beratung stattfinden, damit satzungskonformes Arbeiten gefestigt werden kann.

Die Schatzmeisterin Friederike Gäbel zieht eine positive Bilanz: die sorgfältige Arbeit mit den Finanzen hat den Landesverband gut vorangebracht. So war auch in der Notsituation im März und April die Möglichkeit, den Mitgliedsbeitrag pandemiebedingt später zu zahlen, eine schwierige, aber notwendige Maßnahme.

Sie sieht die saubere und ehrliche Vorstandsarbeit als dienend für den Verband und deren Mitglieder.

Paula Fuchs, Bezirksvorsitzende aus Göttingen, erwähnte, dass die Versammlung für die Delegierten gut vorbereitet war. Auch kam hier der Gedanke zum Ausdruck, die Arbeit im Team weiter zu entwickeln und zu modernisieren.

In Braunschweig und Göttingen sind die Bezirksverbände sehr aktiv. Für Lüneburg ist wieder ein Komponistenkonzert geplant. Die Image-Kampagne unseres Verbandes bedarf einer weiteren Überarbeitung, Aktualisierung bis hin zu modern-wirksamen Maßnahmen.

Frau Leithner hat beim Landesmusikrat (LMR) Niedersachsen angefordert, ein Seminar zu Thema „Ehrenamt“ anzubieten. Des weiteren sei durch den LMR eine Initiative dringend notwendig, die mehr als 31 Millionen Ehrenamtliche von staatlicher Seite endlich entsprechend zu würdigen und auch durch gezieltere Maßnahmen zu fördern.

Bei der Wahl des Landesvorstandes wurden im Amt bestätigt: Friederike Leithner (Braunschweig) als Vorsitzende, Julia Habiger-Prause als stellvertr. Vorsitzende und Friederike Gäbel als Schatzmeisterin (beide Osnabrück). Als neuer Schriftführer wurde Ulrich Roscher (Hannover) gewählt. Für ihre Arbeit erhielt Irmgard Asimont den Dank der Delegierten.
◾ Gunter Sokolowsky





Mozart und Mancini unter freien Himmel und Corona zum Trotz

„Der Digitalfügel auf Reisen“ zum Konzert Ende August 2020

Braunschweig. „Der Digitalflügel auf Reisen“ ist ein neues Konzertformat, das bereits an verschiedenen Orten in Braunschweig und Umgebung erfolgreich durchgeführt wurde. Die Idee stammt von der Musikpädagogin Ilka Schibilak. Der Flügel wurde großzügigerweise vom Kiwanis Club Deutschland gestiftet. Er ermöglicht den jungen KünstlerInnen nach langer Konzertpause und im Rahmen dieses neuen Open Air Formats wieder öffentlich aufzutreten.

Open Air Konzert in einem Sackgassenrondell in Braunschweig

Zum Konzert Ende August 2020 hat Friederike Leithner, 1.Voristzende des DTKV-Bezirkes Braunschweig, Nachbarn aus ihrer Straße eingeladen. Jede Familie stellte ein paar Stühle direkt vors Haus und bald wurde aus dem Sackgassenrondell eine Konzertbühne mit einem weißen Digitalflügel auf dem Asphalt im Schatten einer Eiche. Falls sich das Wetter doch noch ändern sollte, stünden die leeren Carports dem Flügel und den Zuhörern zur Verfügung. Die 24-jährige Pianistin Nicole Rudi von der HMTM Hannover begann das Konzert mit einer kurzen Ansprache, in der sie ihre Dankbarkeit für diese Auftrittsmöglichkeit zeigte, nachdem mehrere geplante Konzerte während des Lockdowns ausgefallen waren. Sie begann sichtlich gut gelaunt mit der Sonate Es-Dur KV 282 von Wolfgang Amadeus Mozart. Die heitere Stimmung der beiden Menuette und des Schlusssatzes passte bestens zum sommerlichen Wetter. Die Étude es-Moll aus dem Zyklus Études-Tableaux op.44 von Sergej Rachmaninow beeindruckte mit der Klangdichte und Frédéric Chopins Polonaise in fis-Moll op.44 zeigte, dass Nicole Rudi trotz mancher ungeplanten Geräusche (ADAC Hubschrauber, einparkende Autos) sich nicht so leicht von ihrer Interpretation abbringen ließ. Im zweiten Teil trat die zwanzigjährige Pauline Marie Aust auf. Sie sang ihre eigenen Songs („Ein letzter Kuss“ oder „Ich am Klavier“) und auch die bekannten Stücke wie „Moon River“ von Henry Mancini oder „Bohemian Rhapsody“ von Queen. Ihre Stimme erfreute durch interessante Facetten, überraschte durch unerwartete „jazzige“ Rauheit ihrer Stimme, die besonders eindrucksvoll im auf Spanisch gesungenen Lied „Chachachá“ von Josean Log herauskam. Beide Künstlerinnen bekamen herzlichen Applaus von den dankbaren Zuhörern. Und pünktlich zum Ende des Konzerts erschienen schwarze Wolken am Himmel, die wie ein Theatervorhang das Konzert für beendet erklärten. Tolles Konzertformat mit großartigen jungen Künstlerinnen!
◾ Claudia Bigos

Initiatorin Musikpädagogin Ilka Schibilak mit Sängerin Pauline Marie Aust, Pianistin Nicole Rudi und Musikpädagogin Friederike Leithner (v.l.)
Fotos: Claudia Bigos





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Klavierpodium

Seminar für Pädagoginnen/Pädagogen,
Studierende und Schüler*innen „Duo Violine und Klavier“
Dozenten:
Prof.Prof. Ulf Schneider,
Prof. Jan Philip Schulze
Samstag, 31. Oktober 2020
10:00 - 18:00 Uhr
Klavierfabrik Grotrian-Steinweg, Grotrian-Steinwegstraße 2,
38112 Braunschweig

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